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Das Recht auf Umwelt und Nahrung im Fokus der 46. Session des UN-Menschenrechtsrats

Kolumbien, Guatemala und Honduras im Fokus der 46. Session des UN-Menschenrechtsrats
ssim

Vom 22. Februar bis am 24. März 2021 beteiligte sich PBI an der 46. Session des Menschenrechtsrats in Genf und sprach sich dabei insbesondere für einen besseren Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen, die sich für die Umweltrechte und das Recht auf Nahrung einsetzen, aus. PBI äusserte zudem Besorgnis bezüglicher aktueller Trends in mehreren der Projektländer (Guatemala, Mexiko, Kolumbien, Honduras und Indonesien) und speziell hinsichtlich der starken Zunahme von gewaltsamen Übergriffen auf Menschenrechtsverteidiger*innen in diesen Ländern.

Präsentation der Jahresberichte über Honduras, Guatemala und Kolumbien

Anlässlich der Präsentation der Jahresberichte über Honduras, Guatemala und Kolumbien des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte am 1. März prangerte María Felicita Lopez vom Movimiento Independiente Indígena Lenca de la Paz Honduras (MILPAH), begleitet von PBI Honduras, die zunehmende Kriminalisierung von Umweltverteidiger*innen an, sowie die Militarisierung der ländlichen Gebiete und die Angriffe auf die Rechtsstaatlichkeit in diesen drei Ländern. Im Rahmen dieser Debatte forderten verschiedene Staaten, darunter auch die Schweiz, einen besseren Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen in Honduras. Es wurde zudem die Notwendigkeit betont, die Ermordung von Aktivist*innen in Kolumbien zu bekämpfen und die Arbeit des Büros des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte in Guatemala zu unterstützen. ( >Link zur Aufzeichnung der Rede von María Felicita Lopez, Min. 18:04)

Recht auf Umwelt und Nahrung

Im Rahmen eines interaktiven Dialogs mit dem UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Umwelt, David Boyd, wurden die verschiedenen Faktoren (strukturelle Diskriminierung, bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen usw.) diskutiert, welche die Einhaltung des Rechts auf Nahrung in Guatemala, Honduras und Kolumbien beeinträchtigen. PBI betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit des Rechts auf eine sichere, saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt. Darüber hinaus betonte der Sonderberichterstatter einmal mehr die Notwendigkeit, die Arbeit der mutigen Menschenrechtsverteidiger*innen in diesen Ländern zu schützen und die Advocacyarbeit zu fördern. (>Link zur Aufzeichnung der Rede von David Boyd, Min. 48:12)

"If we put human rights at the center of the global recovery we are investing in water and sanitation, in renewable energy. And part of the solution [...] are the heroic individuals known as human right defenders, who are under threat in all parts of the world." David Boyd, UN-Sonderberichterstatter 

Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte

Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) ist die wichtigste Schaltstelle für den Schutz der Menschenrechte innerhalb der Vereinten Nationen. Seine Hauptaufgaben liegen in der Beaufsichtigung und Verankerung von Menschenrechtsstandards. Das Kommissariat führt unter anderem Mandate in Kolumbien, Guatemala und Honduras aus und arbeitet dort mit den relevanten nationalen Akteuren zusammen. Es stellt regelmässig Berichte zur Menschenrechtssituation in diesen Ländern vor und bietet Staatsvertreter*innen, UNO-Mitarbeiter*innen, Organisationen und Menschenrechtsaktivist*innen eine Plattform, um gemeinsam über aktuelle Herausforderungen zu sprechen und Lösungsansätze zu erarbeiten.

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