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Colombie

Kolumbien

Trotz des 2016 unterschriebenen Friedensvertrags zwischen der Regierung und den FARC herrscht in Kolumbien noch längst kein Frieden. MenschenrechtsverteidigerInnnen werden nach wie vor für ihre Arbeit kriminalisiert, eingesperrt und sogar ermordet. PBI ist seit 1994 im Land aktiv und begleitet Organisationen und Gemeinschaften, die sich für die Landrechte und die Rechte von indigenen, Mestizen- und afrokolumbianischen Gemeinschaften einsetzen. Ein weiterer Schwerpunkt der begleiteten Organisationen liegt im Kampf gegen die Straflosigkeit im Zusammenhang mit der Aufklärung von Kriegsverbrechen.

Projekt im Überblick

  • Standorte: Bogotá, Barrancabermeja (Magdalena Medio) und Apartadó (Urabá)
  • Team: 24 Freiwillige
  • Koordination: 6 Angestellte in Bogotá, Washington und Brüssel
  • Budget: 778'680 CHF
  • Beginn des Projekts: 1994
  • Begleitete Organisationen

Lage der Menschenrechte

Kolumbien leidet seit mehr als einem halben Jahrhundert unter einem internen bewaffneten Konflikt zwischen Guerillagruppen (FARC, ELN, EPL), Paramilitärs (AUC) und regulären Streitkräften. Seit 1984 hat der kolumbianische Konflikt über sechs Millionen Opfer gefordert. Vertreibungen, Morde, gewaltsames Verschwinden, Bedrohungen und sexuelle Gewalt gehören zu den häufigsten Übergriffen.

2016 unterzeichneten die Regierung und die FARC ein Friedensabkommen. Nach der anfänglichen Euphorie wurde schnell klar, dass die Umsetzung der Friedensverträge vor grossen Herausforderungen stehen würde. Verschiedene bewaffnete Gruppierungen begannen sich in Einflussgebieten der FARC zu positionieren, um diese nach deren Abzug zu übernehmen. Der anhaltende Kampf um den Einfluss in diesen Gebieten führt auch nach der Vertragsunterzeichnung zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen bewaffneten Gruppen und staatlichen Sicherheitskräften. Die Zivilbevölkerung gerät dabei immer wieder zwischen die Fronten. Die Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und der zweitgrössten Guerillagruppe, ELN, laufen seit 2017.

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