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Guatemala

Guatemala

In Guatemala herrscht nach wie vor ein Klima der Gewalt und Straflosigkeit. Wer sich für die Rechte der benachteiligten Bevölkerung einsetzt, wird oftmals verleumdet, verfolgt oder sogar umgebracht. PBI ist seit 1983 im Land aktiv und begleitet heute vorwiegend MenschenrechtsverteidigerInnen, die sich für Land- und Umweltrechte einsetzen. Diese sind in abgelegenen Gebieten des Landes tätig und besonders stark von Übergriffen gefährdet. Ein weiterer Schwerpunkt von begleiteten Organisationen liegt in der Aufarbeitung der Vergangenheit.

Nach Abschluss der Friedensverträge zwischen der Regierung und den Guerilla-Gruppen 1996 gingen die Anfragen nach Schutzbegleitung zurück und PBI verliess das Land. Seit 2003 hat PBI aufgrund der schwierigen Menschenrechtslage wieder ein Projekt mit einem Freiwilligenteam vor Ort eröffnet.

Projekt im Überblick

  • Standort: Guatemala-Stadt
  • Team: 12 Freiwillige
  • Koordination: 5 Angestellte in Guatemala-Stadt und Europa
  • Beginn des Projekts: 1983-1999, 2003 bis heute
  • Begleitete Organisationen

Lage der Menschenrechte

Im Bürgerkrieg zwischen 1960 und 1996 kamen mehr als 200'000 Personen ums Leben. Die guatemaltekische Bevölkerung erhoffte sich nach dem Unterzeichnen des Friedensabkommens 1996 eine Einhaltung der grundlegenden Menschenrechte und eine gerechte Landverteilung. Seither hat sich die Situation, vor allem für die indigene Bevölkerung, nur wenig verändert. Es bestehen weiterhin grosse sozioökonomische Ungleichheiten und Diskriminierung. Durch Grossprojekte in den Bereichen Bergbau, Energie- und Landwirtschaft, welche häufig durch transnationales Kapital gefördert werden, verschärft sich die Situation der ländlichen Bevölkerung zunehmend. Zudem liegen Gewalt, Kriminalität und Straflosigkeit auch heute noch an der Tagesordnung und die Kriegsverbrechen bleiben mehrheitlich ungeklärt und unbestraft. MenschenrechtsaktivistInnen, die sich gegen diese Missstände und Ungerechtigkeit wehren, werden bedroht, eingeschüchtert und angegriffen.

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