Direkt zum Inhalt
Kenia

Kenia

Nach umfangreichen Recherchen, Erkundigungsmissionen und Bedürfnis-Analysen der lokalen MenschenrechtsverteidigerInnen eröffnete PBI 2013 das Projekt mit der Präsenz eines internationalen Freiwilligenteams in Nairobi, Kenia. Das Projekt begleitet Personen und Organisationen, die sich für die Rechte der Bevölkerung in den marginalisierten Vierteln Nairobis einsetzen und gegen die Gewalt durch Sicherheitskräfte kämpfen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Schutz weiblicher MRVs.

Ende 2018 wurde das Freiwilligenteam aufgrund struktureller Veränderungen aus dem Land zurückgezogen. Die Projekte mit 15 FrauenverteidigerInnen, die sich in ihren Gemeinschaften für die Rechte der Frauen und Mädchen einsetzen (Women Human Rights Defender Toolkit Organisers) und zum Thema aussergerichtliche Tötungen (UMKU) werden weitergeführt.

Projekt im Überblick

  • Standort: Nairobi
  • Team: 3 Angestellte in Nairobi
  • Budget: 128'000 CHF
  • Beginn des Projekts: 2013

Lage der Menschenrechte in Kenia

Kenia ist seit Jahrzehnten von politischen Konflikten geprägt. Die soziale Ungleichheit und Armut, die damit einhergehen, tragen zu einer hohen Gewaltrate bei. Davon betroffen ist insbesondere auch die Bevölkerung der marginalisierten Viertel Nairobis. Willkürliche Verhaftungen, Folter und aussergerichtliche Hinrichtungen liegen an der Tagesordnung. Die Täter aus den Reihen der Polizei oder Armee müssen jedoch in den wenigsten Fällen rechtliche Konsequenzen fürchten. Ein weiteres Problem ist die ungelöste Landfrage. Nachdem Kenia im Jahre 1963 die Unabhängigkeit erlangte, wurde das Land der Elite und den Grossgrundbesitzern zugesprochen, ohne die Rechte der Bauern zu berücksichtigen.

MRVs sind häufig das Ziel von Einschüchterungsversuchen. Ihre Arbeit wird kriminalisiert und sie erhalten weder Schutz noch Rückhalt von den staatlichen Behörden. Die Präsenz von PBI trägt dazu bei, dass sie ihre Arbeit ohne Furcht ausführen können.

Weitere Informationen: