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Kenia

Kenia

Nach umfangreichen Recherchen, Feldeinsätzen und Bedürfnis-Analysen der lokalen MenschenrechtsverteidigerInnen (MRV) eröffnete PBI 2013 das Projekt mit der Präsenz eines internationalen Freiwilligenteams in Nairobi, Kenia. Das Projekt begleitet Personen und Organisationen, die sich für die Rechte der Bevölkerung in den marginalisierten Vierteln Nairobis einsetzen und gegen Gewalt durch Sicherheitskräfte kämpfen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Schutz weiblicher MRVs.

Projekt im Überblick

  • Standort: Nairobi
  • Team: 2 Angestellte in Nairobi, 1 in Europa
  • Budget: 128'000 CHF
  • Beginn des Projekts: 2013

Lage der Menschenrechte in Kenia

Kenia ist seit Jahrzehnten von politischen Konflikten geprägt. Die soziale Ungleichheit und Armut, die damit einhergehen, tragen zu einer hohen Gewaltrate bei. Davon ist insbesondere die Bevölkerung der informellen Viertel Nairobis betroffen. Willkürliche Verhaftungen, Folter und aussergerichtliche Hinrichtungen liegen an der Tagesordnung. Die Täter aus den Reihen der Polizei oder Armee müssen jedoch in den wenigsten Fällen rechtliche Konsequenzen fürchten. MenschenrechtsverteidigerInnen sind häufig das Ziel von Einschüchterungsversuchen. Ihre Arbeit wird kriminalisiert und sie erhalten weder Schutz noch Rückhalt von den staatlichen Behörden. Die Präsenz von PBI trägt dazu bei, dass sie ihre Arbeit ohne Furcht ausführen können.

Ein weiteres grosses Problem in Kenia ist die Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Besonders in Nairobis informellen Siedlungen wird ihre Vulnerabiltität durch ungenügenden Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und sozialer Sicherheit noch verstärkt. Geschlechterspezifische Gewalt verletzt die Gesundheit, Würde, Sicherheit und Autonomie ihrer Opfer, und dennoch bleibt sie in einer Kultur des Schweigens verhüllt.

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