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Video: Webinar mit Umweltverteidigerinnen aus Zentralamerika und dem UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Umwelt

Zentralamerika Event
ka

Am vergangenen Freitag, 12. März, organisierten PBI und RIDH im Rahmen der 46. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats und der Vorstellung des Berichts "Human Rights and the Global Water Crisis" des Sonderberichterstatters für Menschenrechte und Umwelt, David Boyd, einen virtuellen Side Event zum Thema Land- und Umweltverteidigerinnen in Zentralamerika. 

In einem ersten Teil berichteten die vier Land- und Umweltverteidigerinnen aus Guatemala, Honduras, Nicaragua und El Salvador über die ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und materiellen Schäden, welche die Hurrikane Eta und Iota in der Region verursachten. Diese Naturkatastrophen stellten sie mit der exzessiven Ausbeutung der natürlichen Ressourcen durch Grosskonzerne und dem mangelndem Umweltschutz in Verbindung. Sie betonten zudem die hohen Risiken und die Gewalt, denen die Land- und Umweltverteidigerinnen in diesen Ländern ausgesetzt sind. 

Regionales Abkommen mit Bestimmungen zum Schutz von UmweltverteidigerInnen

Der UNO-Sonderberichterstatter machte auf die bestehenden internationalen Instrumente zum Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen aufmerksam und insbesondere auf das regionale Abkommen Escazú, welches das erste regionale Umweltabkommen weltweit ist, das spezifische Bestimmungen bezüglich MRV im Umweltbereich vorsieht. Dieses Abkommen tritt am kommenden 22. April, dem Internationalen Tag der Erde, in Kraft und wurde in Zentralamerika bisher erst von Nicaragua und Panama ratifiziert. Daher ist es nun besonders wichtig, auch die Regierungen von Guatemala, Honduras und El Salvador aufzufordern, das Abkommen zu ratifizieren. 

"Wir müssen die MenschenrechtsverteidigerInnen schützen, welche sich für die Rechte und die Umwelt von uns allen einsetzen Davidund dadurch Risiken ausgesetzt sind". David Boyd, UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Umwelt

  

Gender-spezifische Risiken für Menschenrechtsverteidigerinnen

Im zweiten Teil des Webinars gingen die Menschenrechtsverteidigerinnen auf die Gender-spezifischen Risiken ein, denen Frauen im Kampf für ihre Rechte und die Rechte ihrer Gemeinschaften ausgesetzt sind. Zum Schluss wurde noch die Frage nach der Stärkung der Allianzen zwischen den Menschenrechtsverteidigerinnen in der Region diskutiert.

sandra "Es ist wichtig, dass wir weitere Netzwerke bilden, denn wenn wir miteinander für unsere Rechte kämpfen, können wir vieles erreichen." Sandra Calel, Mitglied UVOC

 

ReferentInnen  

  • Sandra Calel, Mitglied des Verbands Verapacense de Organizaciones Campesinas (UVOC), Guatemala
  • Juana Esquivel, Koordinatorin des Vereins San Alonso, Honduras
  • Lottie Cunningham Wren, Präsidentin des Zentrums für Recht und Menschenrechte der Atlantikküste (CEJUDHCAN), Nicaragua
  • Sandra Carolina Ascencio, Mitglied des Zentralamerikanischen Netzes für die Verteidigung der Grenzgewässer (RED-CAT), El Salvador
  • David Boyd, UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Umwelt

Moderiert wurde der Event von Michelle Langrand, Journalistin bei Geneva Solutions. 

Video des Webinars

Schauen Sie sich das ganze Webinar an: Las fuentes de agua tienen cara de mujer. Tierra, territorio y medio ambiente en América Central