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Valérie Elsig

Honduras, Januar 2014 - Februar 2015 (Guatemala 2008-09)
Valérie Elsig

Valérie Elsig (1971)

  • Koordinatorin PBI-Regiogruppe Romandie, seit 2016
  • Programmverantwortliche für Burkina Faso bei der NGO Sentinelles, seit 2016

Nach der Rückkehr

Es ist speziell, wieder zurück in der Schweiz zu sein. Nach sehr intensiven 14 Monaten in Honduras, wo ich als Menschenrechtsbegleiterin für PBI Honduras gearbeitet habe, muss ich mich nun wieder hier einleben. Dort war ich mit den schwierigen Lebensbedingungen der HonduranInnen und insbesondere der MenschenrechtsverteidigerInnen konfrontiert. Das Ausmass an Gewalt und permanenter Spannung kannte ich aus der Schweiz nicht. Nun geniesse ich es wieder einfach frei überall hingehen zu können. Was für ein Luxus und Glück!

Vielseitige Aufbauarbeit

Zu Beginn des Projektes mussten wir als Vierer-Team ganz unterschiedliche Arbeiten erledigen. So haben wir in den ersten Monaten das Büro eingerichtet, Möbel (einschliesslich Flöhe!) bei den Schreinern des Marktes und in Second-hand-Läden gekauft, Erkundungsreisen durch das Land unternommen und die honduranischen Behörden und das diplomatische Korps getroffen. Wir lernten so unser Arbeitsumfeld kennen, organisierten die interne Arbeit auf Konsensbasis, erarbeiteten Arbeitsabläufe und Leitfäden, verfassten Artikel für die Publikationen und erledigten administrative Aufgaben, um den legalen Status als Organisation in Honduras zu erhalten…

Endlich Schutzbegleitungen durchführen

All diese Aktivitäten erschienen uns vorrangig und wichtig, aber natürlich wollten wir alle ins Feld und unser Mandat so schnell wie möglich umsetzen: Durch Schutzbegleitungen, die Abschreckung von Angriffen auf die MenschrechtsverteidigerInnen und moralische Unterstützung. Wir wurden dabei damit konfrontiert, wie schwierig es ist, den lokalen Kontext im Detail zu verstehen und dass es unmöglich ist, allen Forderungen nachzukommen. Das zwang uns dazu, Prioritäten zu setzen. Es war schliesslich eine grosse Befriedigung, im Mai 2014 mit den Begleitungen beginnen zu können.

Von der Schweiz aus weiter begleiten

Am beeindruckendsten in diesen 14 Monaten in Honduras waren für mich der Mut und die Entschlossenheit der MenschenrechtsverteidigerInnen, die ihren gewaltlosen Kampf für die Rechte ihrer Gemeinschaften und gegen das Unrecht weiterführen. Sie riskieren dabei oft ihr Leben, ihre Gesundheit und die Sicherheit ihrer Familien. Aber haben sie wirklich eine Wahl? Sie könnten ihren Kampf aufgeben, aber das ist auch keine wirkliche Option? Genau darum ist die Begleitung von PBI so wichtig. Es macht mich sehr froh zu sehen, dass das Projekt von PBI in Honduras nun steht und so MenschenrechtsverteidigerInnen bei ihrem Kampf durch internationale Freiwillige unterstützt werden können. Ich verspüre sowohl die Pflicht als auch die Lust, ihre Arbeit von der Schweiz aus weiter zu begleiten.


Erneuter Aufbruch mit PBI nach Honduras 2014

Kurz vor der Abreise nach Honduras sind meine Gefühle gemischt. Ich habe den Eindruck eines Déjà-vus, da ich mich bereits im 2008 auf einen Einsatz mit PBI vorbereitet hatte – damals ging es um Guatemala. Heute geht es um Honduras und es kehren die gleiche Gefühle wieder: die Aufregung und die Angst durch die Ungewissheit vermischt mit der Freude, Menschen unterstützen zu können, die unermüdlich für ihre Rechte und die ihrer Gemeinschaft kämpfen.

Die Intensität dieser Erfahrung und der menschliche Austausch haben mich während meines Einsatzes in Guatemala sehr geprägt. Es ist die Kraft dieser Erfahrung und die konkrete – wenn gleich auch bescheidene – Wirkung des Begleitschutzes durch PBI die mich dazu bewegt hat, heute mit PBI nach Honduras zu gehen und bei der Eröffnung des neuen Projektes dabei zu sein.


Nach der Rückkehr aus Guatemala 2009

Les forts contrastes et la complexité de la situation au Guatemala m'ont marqués. Face à l'injustice, aux inégalités sociales et discriminations ethniques très présentes, les guatemaltèques réagissent souvent avec fatalisme tout en conservant une gentillesse et une bienveillance à toute épreuve. L'accablement cotoie l'optimisme de tous les jours, l'inertie face à ces injustices contraste avec le courage et la ténacité des défenseurs des droits humains. Complexité de la situation où tous les acteurs sont mélés, les personnes sensées protéger les faibles se retrouvent parfois du côté des opresseurs, la corruption omniprésente amplifiant ce phénomène. Face à ce tableau sombre et à cette complexité le travail de PBI peut apparaître comme une goutte d'eau dans une mare d'injustice. Pourtant ce travail a une valeur inestimable pour les personnes que nous accompagnons. C'est cette image de la solidarité qui fait la différence que je vais conserver de cette année, aussi bien au niveau personnel que collectif.

Mitglied Projekt- Komitee Honduras
Publication de la DDC : Latin Brief sur le Honduras
Publication de la DDC : Latin Brief sur le Honduras
Au Honduras, la DDC soutient la réouverture du bureau des Nations Unies pour les droits humains et collabore avec PBI pour la protection des DDH.
Das DEZA-Menschenrechtsprogramm in Honduras: Ein Schutzschild für die Schwächsten
Das DEZA-Menschenrechtsprogramm in Honduras: Ein Schutzschild für die Schwächsten
Die DEZA unterstützt in Honduras die Eröffnung des UN-Menschenrechtsbüros und arbeitet im Bereich Schutz für MRV mit PBI zusammen.
facing PEACE - März 2015
facing PEACE - März 2015

Die Folgen des Goldabbaus in Honduras. Interview mit dem Menschenrechtsanwalt Donald Hernández, der sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung im Zusammenhang mit Bergbauprojekten einsetzt. / Eindrücke aus einer brutalen Realität. Valérie Elsig beschreibt zwei Begleitungen, die sie während ihrem Freiwilligeneinsatz in Honduras besonders geprägt haben.

facing PEACE - Mars 2015
facing PEACE - Mars 2015

Le Honduras malade de son or. Interview avec le défenseur des droits humains Donald Herndández. Il s'engage pour les droits des communautés autochtones menacées par des projets d'extraction. / Cascade d'émotions dans une réalité brutale. Valérie Elsig décrit deux accompagnements qui l'ont marquée durant son année d'engagement volontaire au Honduras.