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Manuel Müller

Kolumbien, seit September 2019
Manuel Müller

Manuel Müller (1992)

  • Mitarbeiter bei Biovision, Zürich 2017 & 2019
  • Master in Humangeografie an der Universität Zürich
  • Bachelor in Geografie, Nebenfach Politikwissenschaften an den Universitäten Zürich und Lund

Berichte aus dem Einsatz

Vor der Abreise

Mein heutiges Interesse für Menschenrechte und das Engagement für PBI hat seinen Ursprung in einem Austauschsemester in Mexiko während dem Gymnasium vor zehn Jahren. Seither interessiere ich mich für verschiedene soziale Bewegungen und die Menschenrechtssituation in Lateinamerika. Meine Masterarbeit widmete sich weitergehend dem Thema "kollektive Prozesse indigener Völker in Guerrero, Mexiko". Durch diese begann ich mich stärker mit konkreten Handlungsweisen auseinanderzusetzen und verbrachte einige Zeit mit bedrohten AktivistInnen. Dadurch wurden mit die Grenzen des Handlungsspielraumes von AktivistInnen bewusst und ich wurde selbst motiviert, aktiv zu werden. Es war mir immer wichtig lokale Prozesse zu unterstützen, keine Abhängigkeiten zu schaffen und keine Prozesse zu diktieren. PBI fördert Menschenrechte, ohne dabei selbst einen Einfluss auf die begleiteten Personen auszuüben. Diese Vorgehensweise stimmt mit meinen eigenen Werten überein und somit bin ich davon überzeigt, dass der Weg von PBI der Richtige ist. Die Nichteinmischung ist für mich ein fundamentaler Aspekt auf dem Weg zur Vergösserung des Handlungsspielraumes im Kampf um Gerechtigkeit, Frieden, Respekt und ein würdevolles Leben.

Erste Eindrücke

Seit Anfang September bin ich nun in Apartadó, Kolumbien, eine kleine Stadt umgeben von riesigen Bananenplantagen. Nach meiner Ankunft musste ich mich nicht nur an die Hitze und extrem hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnen, sondern auch an den allmorgendlichen Lärm der pestizidspritzenden Flugzeuge. Zufälligerweise kam ich in Kolumbien zum 25-jährigen Jubiläum von PBI-Kolumbien an. Dieses wurde mit einem wunderschönen Fest gefeiert und so kam ich in den Genuss bereits zu Beginn viele MenschenrechtsverteitigerInnen kennenzulernen. Ich freue mich nun, in den nächsten eineinhalb Jahren selbst aktiv einen Beitrag zu deren Sicherheit zu leisten und die Menschenrechte in Kolumbien zu fördern.