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Droits des groupes dicriminés

Rechte von diskriminierten Gruppen

In den PBI-Projektländern herrschen tiefe Gräben innerhalb der Gesellschaft. Machteliten setzen ihre Interessen oft mit Gewalt durch, während grosse Teile der Bevölkerung wirtschaftlich, politisch, sozial und kulturell ausgegrenzt werden und ihre grundlegenden Bedürfnisse kaum decken können. Zu den besonders verletzlichen Gruppen gehören Frauen, LGBTI, Indigene und MigrantInnen.

Drei Beispiele von Begleiteten in diesem Themenbereich:

Frauen: Bunge la Wamama Mashinani, Kenia

Bunge la Wamama Mashinani (Parlament der Frauen an der Basis) ist seit 2008 aktiv und fördert den Zugang der Frauen zum politischen und wirtschaftlichen Leben sowie zur Bildung. Die Organisation setzt sich insbesondere für Frauen ein, die in marginalisierten Quartieren leben. Als Plattform ermöglicht die Bewegung den Informationsaustausch zwischen Frauen. Zudem kämpft Bunge la Wamama gegen Straflosigkeit in Nairobi an, denn oft kommen Täter von sexuellen Übergriffen an Frauen straflos davon. Die Organisation ist aus der nationalen Bewegung Bunge La Mwananchi hervorgegangen, die sich für soziale Gerechtigkeit und demokratische Prozesse engagiert. PBI begleitet beide Organisationen.

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LGBTI: Asociación LGBT Arcoíris, Honduras

Die Organisation wurde im Jahr 2003 gegründet. Arcoíris widmet sich der Befähigung und Information der LGBTI Gemeinschaft in Comayagüela und Tegucigalpa in Themen der Gesundheit, der Förderung und Verteidigung von Menschenrechten in Bezug auf sexuelle Diversität, Advocacy und Forschung. Ziel ist auch Heterosexuelle in den Informationsprozess miteinzubeziehen, um ein gesellschaftliches Bewusstsein der sexuellen Vielfalt in Honduras zu erreichen. Die Mitglieder der Organisation werden immer wieder beleidigt, bedroht, sexuell missbraucht und sogar ermordet. PBI begann im Jahr 2015 mit der Begleitung der Organisation.

Mehr Informationen:

MigrantInnen: MigrantInnenherberge "Casa del Migrante de Saltillo", Mexiko

Die MigrantInnenherberge "Casa del Migrante de Saltillo" wurde im Jahr 2002 im nördlichen Bundesstaat Coahuila, an der Grenze zu Texas, gegründet. Sie bietet täglich humanitäre Unterstützung, wie Kleidung, Medikamente, Nahrung, Erholung und psychologische Beratung für hunderte von MigrantInnen auf ihrem Weg durch Mexiko in die USA, an. Zudem verteidigt die Herberge die Rechte von MigrantInnen, durch die Dokumentation von Entführungen, Missbräuchen, Erpressungen und Gewalt, welche sie auf ihrem Weg durch Mexiko erleben. Durch ihre Arbeit sind viele der MitarbeiterInnen und Freiwilligen der Herberge Bedrohungen und Schikanen ausgesetzt. PBI begleitet die MigrantInnenherberge seit 2014.