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PBI macht am UNO-Menschenrechtsrat auf die Situation in Kolumbien, Guatemala und Honduras aufmerksam

PBI macht am UNO-Menschenrechtsrat auf die Situation in Kolumbien, Guatemala und Honduras aufmerksam
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Anlässlich der Präsentation der Berichte des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte zu Kolumbien, Guatemala und Honduras - an der 43. Session des UN-Menschenrechtsrats - appelliert PBI an die internationale Gemeinschaft, den Kampf gegen die Kriminalisierung von MenschenrechtsverteidigerInnen und gegen die Unterstützung der Straflosigkeit in diesen Ländern.

Die PBI-Advocacy-Koordinatorin, Kim-Mai Vu, betonte in einer Stellungnahme, dass in Kolumbien die Menschenrechte weiterhin systematisch verletzt werden, der Konflikt sich ausbreitet und humanitäre Krisen zur Folge hat. Es ist deshalb unumgänglich, dass die Regierung sich stärker verpflichtet, den Friedensvertrag umzusetzen, effiziente Massnahmen zum Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen ergreift und die vom Paramilitarismus verbliebenen Strukturen abbaut.

In Guatemala antwortet die Regierung auf die Verteidigung der Menschenrechte weiterhin mit Diffamierung und einschränkenden Gesetzesvorschlägen, wie zum Beispiel dem NGO-Gesetz, das der Präsident am 27. Februar verabschiedet hat. Es ist dringend nötig, politische Massnahmen zum Schutz der Verteidigung der Menschenrechte zu entwickeln und die Verantwortlichen von Übergriffen an MenschenrechtsverteidigerInnen vor Gericht zu bringen.

In Honduras ist es unabdingbar, die Bemühungen gegen die Straflosigkeit zu unterstützen, namentlich mit der Befähigung der neuen Spezialeinheit gegen Korruptionsnetzwerke UFERCO (Unidad Fiscal Especializada contra Redes de Corrupción). Es ist auch dringend, dass die Rechte der LGBTIQ+-Personen anerkannt und die Gewalt und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Genderidentität bekämpft werden. Dies soll durch die Verkündung nationaler Gesetze und die Umsetzung eines institutionellen Diskurs gegen Hassverbrechen und Transfemizide geschehen.