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Gabriele Stämpfli

Kolumbien, Mai 2004 - April 2006
Gabriele Stämpfli

Assistentin ICT, Informations- und Kommunikationstechnologien im Entwicklungsbereich des Schweizerischen Departements für Entwicklungszusammenarbeit DEZA.

Nach der Rückkehr

Mir war immer bewusst, dass die Rückkehr in die Schweiz nach zwei Jahren Einsatz mit PBI in Kolumbien nicht einfach sein würde. Nun ist es soweit. Viel hab ich in Kolumbien zurückgelassen: ein interessantes Projekt, vielseitige und lieb gewonnene PBI-Freiwillige, engagierte MenschenrechtsaktivistInnen, kolumbianische FreundInnen, ein vielfältiges Land mit unglaublichen Schlagzeilen… eine unvergessliche Erfahrung.


Meine Erfahrungen und Motive

Seit einem Monat bin ich zurück in der Schweiz, jedoch nur in den Ferien. Ende Juni werde ich schon nach Kolumbien zurückkehren, um acht bis zehn Monate im PBI-Team in Bogotá zu arbeiten.Mein erstes Jahr als Freiwillige mit PBI habe ich im Team von Urabá verbracht. Es war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Am meisten beeindruckt haben mich die Menschen, die ich während kurzer oder auch längerer Zeit getroffen und kennen gelernt habe. Dies sind zum Beispiel die Bewohner/-Innen der Friedensgemeinden, die mich viel in Sachen Solidarität, Optimismus und Durchhaltewille gelernt haben. Aber auch die Menschenrechtsverteidiger/-Innen, die aus Bogotá oder Medellin nach Urabá kamen, lebten mir vor, wieviel Mut sie aufbringen, um an ihrem Traum eines gerechteren und friedlicheren Kolumbiens weiterzuarbeiten.

Ein wichtiger Teil meines PBI-Lebens waren natürlich auch die anderen Freiwilligen, mit denen ich zusammen arbeitete und lebte. Ich habe mich wirklich als Teil einer grossen, internationalen Familie gefühlt. Um so schwerer ist mir natürlich auch der Abschied gefallen, aber zum Glück weiss ich, dass ich nochmals nach Kolumbien zurückkehren werde und einen Teil meiner "Familie" wieder antreffe.

Ich habe mich entschieden, nochmals mit PBI nach Kolumbien zu gehen, weil ich direkt erfahren konnte, wie wichtig diese Arbeit ist und sie den Menschenrechtsverteidiger/-Innen auch wirklich die Möglichkeit gibt, unter viel geringerer Gefahr weiterzuarbeiten. Bogotá hab ich gewählt, um eine etwas andere Arbeit von PBI und auch Region von Kolumbien kennen zu lernen. In Bogotá wird z.B. mehr politische Arbeit als in Urabá gemacht, auch dies ist ein sehr wichtiger Teil, damit unser internationaler Begleitschutz funktioniert.

PBI Schweiz:
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Erfahrungsaustausch mit Freiwilligen aus Kolumbien Gabriele Stämpfli und Anita Linares