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Kenia: Im Einsatz für die Rechte der Frauen während der Pandemie

Kenia: Im Einsatz für die Rechte der Frauen während der Pandemie

Die Covid-19-Pandemie trifft die verletzlichsten Menschen besonders hart. In den informellen Siedlungen Nairobis, wo die Menschen kaum Zugang zu Gesundheitsversorgung haben, sind die Herausforderungen gross. Wie wichtig die Rolle von MenschenrechtsverteidigerInnen in dieser Zeit ist, zeigt das Beispiel von Editar Ochieng.

Für die Bevölkerung in den informellen Siedlungen Kenias hat die Pandemie zu einem Verlust von 1.7 Millionen Arbeitsplätzen geführt und bedeutet für unzählige Familien einen Kampf ums Überleben. Das Recht auf Gesundheit scheitert nicht nur am unzureichenden Zugang zu öffentlichen Gesundheitseinrichtungen, sondern auch an mangelndem Wasserzugang. Die Bevölkerung in den Siedlungen ist mehrheitlich sich selbst überlassen.

Die MenschenrechtsverteidigerInnen, die PBI begleitet, lassen sich von diesen schwierigen Umständen jedoch nicht entmutigen. Editar Ochieng, aus der informellen Siedlung Kibera in Nairobi, sagt:

«Ich bin in Kibera geboren und aufgewachsen. Das ist ein Privileg, aber auch ein ständiger Kampf. Das Leben in Kibera ist schwierig und wir leben in Armut, aber dieser Ort macht eine Frau stark und ich glaube, ich bin heute stark, weil ich in Kibera aufgewachsen bin.» – EDITAR OCHIENG, Menschenrechtsverteidigerin

Während der Corona-Krise haben die von PBI begleiteten MenschenrechtsverteidigerInnen viel Kraft und Mut bewiesen, da sie Aufgaben zur Sicherstellung von grundlegenden Gesundheitsbedürfnissen übernommen haben. Sie kaufen Hygienebehälter und verteilen Wasser und sensibilisieren die Gemeinschaft für Massnahmen gegen Covid-19. Auch der Anstieg von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt und Teenager-Schwangerschaften bereiten Editar Ochieng Sorgen.

Zusammen mit anderen VerteidigerInnen setzt sie sich dafür ein, dass Mädchen und junge Frauen auch während der Pandemie über ihre Rechte aufgeklärt werden, damit sie informierte Entscheidungen hinsichtlich ihrer sexuellen und reproduktiven Gesundheit treffen können.

PBI unterstützt das Engagement von MenschenrechtsverteidigerInnen wie Editar Ochieng, die sich unermüdlich für die verwundbarsten Menschen einsetzen, damit ihre Rechte auch in Zeiten der Pandemie geschützt werden.

Helfen auch Sie uns mit einer Spende, damit wir weiterhin MenschenrechtsverteidigerInnen aus Kenia, Mexiko, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Nicaragua, Indonesien und Nepal schützen können.

Weitere Informationen zu den Menschenrechten in Kenia