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Kenia: Artivismus - Kreativer Widerstand durch Kunst

Kenia: Kreativer Widerstand durch Kunst
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Aktivistische Künstler*innen in Kenia nutzen ihre Arbeit, um für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, den Zugang zur Justiz und für die Rechte gefährdeter Gruppen in ihren Gemeinschaften einzutreten. PBI unterstützt sie dabei. 

Seit zwei Jahren wird der zivilgesellschaftliche Handlungsspielraum in Kenia immer weiter eingeschränkt. Menschenrechtsverteidiger*innen, die u.a. gegen Korruption, steigende Lebensmittelpreise, Umweltzerstörung, sexuelle Gewalt oder mangelhafte Gesundheitsversorgung demonstrieren, sind gefährdet. Denn auch an legalen Demonstrationen sind sie häufig Polizeigewalt ausgesetzt; die Organisation Missing Voices geht von bis zu 200 aussergerichtlichen Hinrichtungen allein im Jahr 2021 aus. 

Neue Formen von Widerstand

Unter diesen Umständen sind Aktivist*innen in Kenia gezwungen, innovative und kreative Kommunikationsformen zu finden, um weiterhin Widerstand leisten zu können ohne dabei die eigene Sicherheit zu gefährden. Entstanden ist Artivismus: Aktivistische Künstler*innen nutzen ihre Arbeit, um auf die Missstände in ihrem Land aufmerksam zu machen. An Kunst- und Kulturveranstaltungen, Sportevents oder Feierlichkeiten an Gedenktagen wie dem Internationalen Frauentag erreichen sie mit ihren visuellen Botschaften eine breite Öffentlichkeit und sind gleichzeitig weniger grossen Gefahren ausgesetzt. 

PBI Kenia unterstützt den Artivismus

PBI Kenia begleitet aktivistische Künstler*innen bei ihren Projekten und leistet Unterstützung. So wurden bspw. Wand­ma­lereien in fünf städtischen Sied­lungen in Nairobi ge­fördert. An der inhaltlichen und gestalterischen Ausführung des Projekts waren mehr als 1'500 Men­schen beteiligt.

Gemein­sam mit Missing Voices hat PBI Kenia zudem das Konzert „Our voices are irresistible“ anlässlich des internationalen Tages der Menschenrechte unterstützt und die Präsentation des Buches „They Were Us“ des Netzwerks „Mothers of Victims and Survivors“ begleitet. „They Were Us“ sammelt Geschichten von Menschen, die Freunde und Familien­mitglieder durch Polizei­gewalt verloren haben.

Weitere Informationen

  • Fotobuch "HRDs in Action": Zeigt die verschiedenen kreativen Aktionsformen der kenianischen Aktivist*innen. Es wurde vom zivik Programm des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) mit Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert.
  • PBI Kenia (Website)