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Dina Meza aus Honduras besucht Spanischklassen in Freiburg

Dina Meza aus Honduras besucht Spanischklassen in Freiburg
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Dina Meza, eine honduranische, unabhängige Journalistin besuchte vom 5.- 9. Dezember die Schweiz. Am Montag besuchte sie zwei Spanischklassen am Kollegium Sankt Michael in Freiburg, um über die stark eingeschränkte Meinungsäusserungsfreiheit in Honduras zu berichten. Interessiert hörten die 3. und 4. Klässler der Menschenrechtsaktivistin zu und stellten viele Fragen.

Die SchülerInnen erklärten Dina Meza, dass das Recht auf freie Meinungsäusserung in der Schweiz uneingeschränkt sei, sofern es sich nicht um rassistische Äusserungen handelt. In Honduras sei dies leider nicht der Fall, berichtete die Journalistin. Seit dem Staatsputsch im Jahr 2009 sind 54 JournalistInnen wegen regierungskritischen Äusserungen und Berichterstattungen über Menschenrechtsverletzungen getötet worden.

Unterdrückung der Studentenproteste

Während an Schweizer Schulen und Universitäten die Mitsprache der Lernenden gefördert wird, ist es auch für StudentInnen in Honduras zunehmend schwierig ihre Meinung frei zu äussern. So erzählte Dina Meza von einem Studenten, der aufgrund seines friedlichen Protests gegen Massnahmen der Universitätsleitung vom Unterricht suspendiert wurde. Dina Meza und andere MenschenrechtsaktivistInnen sowie Anwälte konnten jedoch das Gericht umstimmen, so dass der Student seinen letzten Kurs an der Universidad Nacional Autónoma de Honduras (UNAH) doch noch absolvieren konnte. Im Juli dieses Jahres wurden weitere drei Studenten der Universität UNAH in Tegucigalpa von der Rektorin wegen sozialen Protestes angeklagt.

Drohungen gegen Dina Meza

Auch Dina Meza hat schon viele Drohungen an ihrem eigenen Leib erlebt: bewaffnete Männer, die ihr Haus beschatten, sexuelle Drohungen via Telefon, Sabotage an ihrem Auto und Diffamierung ihrer Person auf Facebook. All dies um sie zum Schweigen zu bringen und ihre Glaubwürdigkeit zu zerstören. Aber das Schlimmste seien die Drohungen, denen ihre Familie ausgesetzt ist, fügte Dina Meza hinzu. Während ihres Besuchs in der Schweiz zeigte sie sich beruhigt, dass PBI in ihrer Abwesenheit ein wachsames Auge auf ihre Familie zuhause behält. Trotz der Drohungen kämpft Dina Meza mutig weiter. So gründete sie das Online Portal Pasos de animal grande, welches als Informationplattform dient und auf dem Opfer von Menschenrechtsverletzungen berichten können.

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