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Roman Gnägi

Nepal, Februar 2011 - April 2012
Roman Gnägi

Roman Gnägi

  • Master of Arts in Development Studies and Culture Change

Nach der Rückkehr

Mitte April dieses Jahres beendete ich meinen Einsatz für PBI Nepal. Meine vierzehn Monate im mittleren Westen, in Gulariya, waren eine wichtige Zeit in meinem Leben, davon bin ich überzeugt. Es erscheint mir klar, dass ich mehr profitiert habe, als ich geben konnte. Ich habe mehr gelernt, mehr Freunde gefunden, mehr “genommen”. Die Erinnerungen werden mir bleiben, an Momente in denen wir im Team frustriert waren über unsere empfundene Unfähigkeit den Menschen Nepals mehr zu bieten; zu Lösungen von Problemen der Armut, Straflosigkeit oder der Kriminalität mehr beitragen zu können. Aber es bleiben auch Erinnerungen an sehr hoffnungsvolle Augenblicke, in denen ich erleben konnte wie die lokalen Menschenrechtsverteidiger zuversichtlich und mutig in die Zukunft schauten und in denen wir uns als Teil einer optimistischen, positiven und starken Gemeinschaft verstanden. Diese Momente werden mich in gewisser Weise sicher auch in Zukunft begleiten und mich motivieren mich weiterhin für Projekte einzusetzen, die mir am Herzen liegen.


Vor der Abreise nach Nepal

Meine Vorbereitung ist etwas chaotisch. Mit nur knapp zwei Wochen in der Schweiz, bevor ich nach Kathmandu aufbreche, bin ich froh darüber, in Nepal zuerst einmal einen längeren Sprachkurs absolvieren zu können, der mir die Möglichkeit gibt, mich in Ruhe etwas einzuleben. Mir gefällt auch der Gedanke, dass meine Teamkollegen und -kolleginnen bereits erfahren sein werden und mir den Einstieg ins Projekt erleichtern können. Ich freue mich auf dieses Lernen und ein Jahr intensiven Teamworks.

Es ist einzigartig und wertvoll für mich, für eine Organisation in einen Einsatz gehen zu können, deren Prinzipien und Arbeitsweise ich voll und ganz unterstützen kann. Nepals jüngste, traurige Geschichte ist eine Belastung für das Land, und ich bin froh, im Rahmen meiner Zeit als Freiwilliger einen kleinen Beitrag zur Aufarbeitung durch lokale Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten leisten zu können.