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Mord an Berta Cáceres, honduranische Menschenrechtsaktivistin

Mord an Berta Cáceres, honduranische Menschenrechtsaktivistin
SF

PBI-Schweiz ist über den Tod von Berta Cáceres bestürzt und in Gedanken bei allen honduranischen MenschenrechtsaktivistInnen.

Berta Cáceres wurde am 3. März in ihrem Haus in Esperanza, Departement Intibucá, getötet. Sie war Menschenrechtsaktivistin und Koordinatorin des Rates der Indigenen und Volksorganisationen von Honduras (COPINH). Organisationen der Zivilgesellschaft in und ausserhalb Honduras verurteilten den Mord. Cáceres war eine anerkannte Menschenrechtsaktivistin, die sich für die Rechte der Frauen und der indigenen Völker in Honduras einsetzte. 2015 erhielt sie in den USA den renomierten Goldman Umweltpreis.

Berta Cáceres kämpfte in den vergangenen Jahren für die Rückgewinnung des Landes an die Lencas in Río Blanco, Intibucá. Das Wasserkraftwerk Agua Zarco bedroht in dieser Region die Existenzgrundlage der indigenen Bevölkerung. Die honduranische Firma Desarollos Energéticos leitet das Energie-Projekt, welches durch nationale Institutionen wie die Bank FICOHSA und internationale Institutionen aus den Niederlanden, Finnland und Deutschland finanziert wird.

Verurteilung des Mordes an Berta Cáceres

In den letzten Jahren hatte sich die Sicherheit von Berta Cáceres zunehmend verschlechtert und sie wurde Opfer von Belästigungen, Verfolgungen, Einschüchterung und Kriminalisierung von Seiten des Staates und nichtstaatlicher Gruppen. Seit 2009 verfügte Berta Cáceres über Schutzmassnahmen der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte. In Anbetracht des Mordes, fordern Menschenrechtsorganisationen in Honduras- darunter PBI- die Regierung dazu auf, den Mordfall zu untersuchen, die materiellen und intellektuellen Verantwortlichen zu bestrafen und für die Sicherheit der Zeugen zu sorgen, sowie den Schutz der MenschenrechtsaktivistInnen in Honduras zu garantieren.

"In unserer Weltanschauung stammen wir- das Volk der Lenca- aus der Erde, dem Wasser, dem Mais und den Flüssen. Wir sind altüberlieferte Wächter, beschützt durch die Geister der kleinen Mädchen. Diese lehren uns, dass wenn wir das Leben für den Schutz der Flüsse geben, auch das Leben für das Wohl der Menschheit und der Welt geben." Worte von Berta Cáceres bei der Übergabe des Goldman-Preis 2015.