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Stop Palmöl - Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien

Stop Palmöl - Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien
ag

Am 7. März kommt das Referendum "Stop Palmöl" an die Urne. Es positioniert sich gegen das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Indonesien, weil dadurch der Import von Palmöl erleichtert wird. MenschenrechtsverteidigerInnen vor Ort machen seit vielen Jahren auf die negativen Folgen des Palmölanbaus für die Kleinbäuerinnen, Kleinbauern, Indigene und die Umwelt aufmerksam.

Das Freihandelsabkommen mit Indonesien, dem das schweizerische Parlament am 20. Dezember 2019 zustimmte, wird von Seiten der Politik als nachhaltig bezeichnet. Das Referendum "Stop Palmöl" widersetzt sich dieser Auffassung und macht auf die massive Abholzung und Brandrodungen, Kinder- und Zwangsarbeit, den Einsatz von giftigen Pestiziden und die Vertreibung von tausenden von KleinbäuerInnen und Indigener in Indonesien aufmerksam.

Forderung zur Nachhaltigkeit

Das Referendum fordert mehr soziale Sicherheit, faire Arbeitsbedingungen und Schutz von Umwelt, Boden und Menschen sowie wirksame Kontrollmechanismen, Sanktionsmöglichkeiten und Verbindlichkeit für das Freihandelsabkommen. Dabei sind gemäss InitiantInnen nicht nur die schlechten Bedingungen für Mensch und Umwelt problematisch, sondern auch der Fakt, dass das extrem billig produzierte Palmöl zu einem unlauteren Wettbewerb zu den einheimischen Pflanzenölen in der Schweiz führt.

Die Schweiz strebt auch mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur und mit Malaysia Freihandelsabkommen an. Mit dem Referendum "Stop Palmöl" soll ein Zeichen für einen fairen und gerechten Welthandel gesetzt werden.

PBI unterstützt MenschenrechtsverteidigerInnen vor Ort

Die Insel Papua ist besonders stark betroffen vom Palmölanbau. MenschenrechtsverteidigerInnen vor Ort prangern an, dass es bei der Etablierung von Palmölplantagen immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden kommt. Seit 2015 unterstützt PBI in Partnerschaft mit der indonesischen Organisation ELSAM AktivistInnen vor Ort. In mehrmonatigen Trainings werden letztere im Dokumentieren von Menschenrechtsverletzungen und in der Advocacy-Arbeit geschult, sowie Schutzstrategien entwickelt.

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