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Kurzfilm zu Papua, Indonesien: Dieser Strafprozess ist kein Einzelfall

Kurzfilm zu Papua, Indonesien: Dieser Strafprozess ist kein Einzelfall
ag

Kurzfilm von Talar TV und Elsam, 2020, Indonesisch mit englischen Untertiteln (Symbol Untertitel unten rechts aktivieren), 24 Minuten

Der indonesische Kurzfilm "Papuan Lives Matter" thematisiert die Diskriminierung der Menschen in Papua, wo die Bevölkerung seit Jahrzehnten für ihre Unabhängigkeit kämpft. Der Kurzfilm handelt vom Strafprozess gegen den Journalisten und Filmemacher Assa Asso. Er wurde wegen Verrat verurteilt, nachdem er antirassistische Demonstrationen dokumentiert hatte. 

Nach dem Rassismus-Vorfall in Surabaya im August 2019, wurden Papua und weitere Regionen Indonesiens von einer Welle massiver Proteste und Demonstrationen erfasst. Die Protestierenden verlangten ein Ende der Diskriminierung gegen die papuanische Bevölkerung seitens der Regierung.

Trotz grosser nationaler und internationaler Unterstützung antwortete die Regierung mit repressiven Mitteln auf diese Proteste: Innerhalb weniger Monate wurden dutzende AktivistInnen verhaftet, die meisten von ihnen waren PapuanerInnen. Ein Grossteil der Verhafteten wurde wegen Verrat angeklagt. Einer von ihnen ist Assa Asso alias Stracky Yally, ein Filmemacher und Menschenrechtsverteidiger, der das Capacity Building-Programm von PBI besucht hat.

Der Film Papuan Lives Matter von Nalar TV und der Partnerorganisation von PBI ELSAM verfolgt Assa Assos Prozess der Anklage wegen Verrats. Er zeigt die Komplexität der Probleme auf, welche die Einschränkungen, über Ungerechtigkeit und politische Themen zu sprechen, für PapuanerInnen mit sich bringen.

Anlässlich der Lancierung des Films wurde ein Webinar mit Assa Asso, Asrida Elisabeth von Papuan Voices und Muhammad Azka Fahriza von ELSAM gehalten. Dieses Webinar ist auf Indonesisch und kann hier angschaut werden: Webinar

Die Arbeit von PBI in Indonesien

In Indonesien setzt PBI seit 2015, gemeinsam mit der indonesischen Menschenrechtsorganisation ELSAM, ein Capacity-Development-Programm für MenschenrechtsverteidigerInnen um. In mehrmonatigen Trainings werden AktivistInnen - vorwiegend aus Papua - im Dokumentieren von Menschenrechtsverletzungen und in der Advocacy-Arbeit geschult, sowie Schutzstrategien entwickelt. So werden die MenschenrechtsverteidigerInnen in ihrem Einsatz für die Menschenrechte gestärkt und können die erlernten Fähigkeiten bei den lokalen Organisationen in den Konfliktregionen umsetzen.

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