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Sophie Helle: "Weit weg vom eigenen Komfort"

Sophie Helle: "Weit weg von allem, ausserhalb der eigenen Komfortzone"
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Nach ihrer Rückkehr aus Kolumbien hat die PBI-Freiwillige Sophie Helle vier kurze Artikel für die Online-Plattform Jet d'Encre geschrieben. Darin teilt sie den LeserInnen ihre Gedanken bezüglich des Einsatzes mit. Die Artikel über das Gemeinschaftsleben und die horizontale Arbeitskultur von PBI sind besonders spannend und aufschlussreich für Interessierte an einem Auslandeinsatz. 

Die Artikel bauen auf den Erfahrungen von Sophie Helle in Bogotá auf, wo sie als PBI-Freiwillige 18 Monate gelebt und gearbeitet hat. Als Teil eines internationalen Freiwilligenteams begleitete sie kolumbianische MenschenrechtsaktivistInnen, die aufgrund ihrer Arbeit in Gefahr sind. Der Einsatz hat sie zutiefst geprägt.

Sie lieben und hassen sich zugleich

Im ersten Artikel befasst sich die ehemalige Freiwillige mit dem Leben in der Gemeinschaft. Sophie Helle lädt die LeserInnen in das Haus ein, wo sie in einem Team gelebt und gearbeitet hat; ein Haus in dem KollegInnen zu FreundInnen und MitbewohnerInnen zu Familienmitgliedern werden. "Die Regeln des Zusammenlebens sind schwer zu definieren und sehr davon abhängig, wer gerade in dieser Mini-Gemeinschaft wohnt. Wir arbeiten ständig daran und passen sie an. Wir versuchen uns zu respektieren, unsere Grenzen zu definieren und die der anderen zu akzeptieren." Sie erzählt, wie Menschen, die sich nicht ausgesucht haben, trotz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Kulturen ihr Bestes geben, um zusammen zu leben.

Hier gibt es keine Hierarchie

Der zweite Artikel handelt von den Werten und Auswirkungen einer horizontalen Organisation, in der Entscheidungen im Konsens getroffen werden. "Du, ich, wir alle sind Chef oder Chefin und auf dem gleichen Niveau. Deine Meinung ist genau so wichtig wie meine und wir sind beide für die Entscheidungen verantwortlich. Das ist eine horizontale Arbeitsstruktur. Es ist speziell, denn niemand kann sich über die Beschlüsse beschweren." Sophie Helle zeigt auf, dass diese Organisationsstruktur trotz langen Debatten, Respekt, Offenheit und Empathie ermöglicht.

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