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Kolumbien: Botschaften informieren sich über kritische Situation in Urabá

Kolumbien: Botschaften informieren sich über kritische Situation in Urabá
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Am 14. Dezember hat das PBI-Kolumbienprojekt Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Botschaften (Deutschland, Frankreich, Kanada, Vereinigte Staaten und die Delegation der Europäischen Union in Kolumbien) ins PBI-Haus in Bogotá eingeladen. Die Botschaften sollten sich  über die besorgniserregende aktuelle Situation in der Region Urabá informieren, um gegebenenfalls Massnahmen zu ergreifen.

In den letzten Monaten zeigen die neoparamilitärischen Gruppen in Urabá immer mehr Präsenz, uniformiert und bewaffnet. Diese Präsenz stellt ein direktes Risiko für die Gemeinschaften und die Arbeit von MenschenrechtsverteidigerInnen in der Region dar, wie bereits verschiedene Organisationen gewarnt haben.

Teilnahme der Friedensgemeinde San José Apartdó

Eine der bedrohten Gemeinschaften ist die Friedensgemeinde von San José de Apartadó. Daher sind zum Gespräch mit den Botschaften RepräsentantInnen der Friedensgemeinde aus Urabá nach Bogotá gereist. Auf diese Weise konnten sie direkt aus ihrer eigenen Erfahrung erzählen. Zudem nahm auch der Anwalt und Menschenrechtsverteidiger Jorge Molano am Treffen teil. Er vertritt den Fall des Massakers vom 21. Februar 2005 in Mulatos, einem der Dörfer der Friedensgemeinde. Das Massaker an Mitgliedern der Friedensgemeinde - darunter mehrere Kinder - wurde von Paramilitärs in Zusammenarbeit mit der Armee begangen. Die Mehrzahl der an diesem Massaker beteiligten Personen ist bis heute straffrei ausgegangen.

Internationale Unterstützung von grosser Bedeutung

Die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für die Friedensgemeinde ist in dieser aktuell kritischen Situation fundamental, damit diese in der Ausübung ihrer Menschenrechte geschützt wird.

Quelle

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