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Internationaler Frauentag: PBI würdigt die Arbeit von Menschenrechtsverteidigerinnen  

Internationaler Frauentag
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Menschenrechtsverteidigerinnen (MRV) stellen die traditionellen Geschlechterrollen der patriarchalen Gesellschaft infrage, in welcher die Frau auf das häusliche Leben beschränkt wird. Aktivistinnen und ihre Familienmitglieder werden daher häufig Opfer von Gewalt, Belästigungen und Bedrohungen. 

In seinem Bericht vom Januar 2019 über die Situation von Menschenrechtsverteidigerinnen schreibt UNO-Sonderberichterstatter Michel Forst folgendes: „Aufgrund ihres Geschlechts sind Menschenrechtsverteidigerinnen häufig zusätzlichen Risiken und Hindernissen ausgesetzt, welche durch sexistische Stereotypen und tief verankerte Ideen darüber, wie Frauen sind und sein sollten, geformt werden“. „Im aktuellen politischen Kontext, in welchem man häufig feindliche Einstellungen gegenüber Menschenrechten beobachtet, sind Menschenrechtsverteidigerinnen oft die ersten Opfer“. 

PBI betont die Notwendigkeit, dass Staaten speziell für weibliche MRV Präventions- und Schutzprogramme aufstellen und dass alle Fälle von Drohungen und Gewalttaten gegenüber weiblichen MRV untersucht und die Verantwortlichen verurteilt werden. 

Videos: Die Arbeit von Menschenrechtsverteidigerinnen wird geehrt

Wenn eine Frau zur Menschenrechtsverteidigerin wird, bedeutet dies meistens einen lebenslangen Einsatz. Dies heisst, dass Stereotypen durchbrochen werden müssen, welche durch eine patriarchale Gesellschaft in einem Kontext von Ungleichheit, Straflosigkeit, Korruption, Einschränkung des privaten Raumes sowie Frauenhass definiert werden. Die Videos zeigen einerseits die psychische, physische und sexuelle Gewalt auf, welcher Menschenrechtsverteidigerinnen ausgesetzt sind. Andererseits berichten die Videos über den Schutz der Aktivistinnen. Ein feministischer Ansatz zum Menschenrechtsschutz erlaubt es, die Risiken für weibliche MRV besser zu verstehen und besser mit ihnen umzugehen. Die Arbeitsbelastung für weibliche MRV ist beachtlich und moralisch und physisch oft sehr anstrengend. Es ist somit wichtig, dass sich die Aktivistinnen um ihre eigenen Bedürfnisse kümmern. Dies kann durch verschiedene Genesungsprozesse wie auch spirituelle Erfahrungen unterstützt werden.