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Kenia: Das PBI-Team ist vor Ort

Kenia: Das PBI-Team ist vor Ort
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Das PBI-Team in Nairobi beginnt diesen Monat mit der Arbeit. Im Vordergrund steht der verbesserte Schutz kenianischer MenschenrechtsverteidigerInnen im Rahmen der Präsidentschaftswahlen am 4. März 2013.

Ende 2007 wurde der Präsident Kibaki in einem kontroversen Verfahren wiedergewählt. Sein Gegner warf ihm Wahlbetrug vor. Es folgten zwei Monate der Gewalt, mit einem Saldo von 1100 Toten, Tausenden von Verletzten und mindestens 350 000 Vertriebenen. Die aktuelle Wahlkampagne für die Präsidentschaftswahl ist von den gewaltsamen Ausschreitungen im 2007-08 überschattet. Zwei der gegenwärtigen Hauptkandidaten werden im April vom internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Rahmen der Gewalt im 2007-08 ihr Urteil erhalten.

PBI-Mission in Kenia

Das Team in Nairobi besteht aus vier erfahrenen Freiwilligen und einem Projektkoordinator. Sie arbeiten vorerst am Aufbau der nötigen Strukturen zur Begleitung kenianischer MRV. AktivistInnen, die sich gegen die Gewalt im Zusammenhang mit den Wahlen einsetzen, sind besorgt über die allgemeine Straflosigkeit bei Menschenrechtsverletzungen. Sie beklagen zudem, dass Einschüchterungen, Belästigungen, Bedrohungen und Telefonüberwachung zu ihrem Arbeitsalltag gehören.