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PBI begleitet Aufklärungmission nach erneuter Vertreibung der Wounaan im Westen Kolumbiens

PBI begleitet Aufklärungmission nach erneuter Vertreibung der Wounaan im Westen Kolumbiens
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PBI begleitete vergangenen August eine Aufklärungsmission der Ökumenischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden (CIJP) ins Reservat Pichimá Quebrada im Westen Kolumbiens. Das indigene Volk der Wounaan wurde im Juni dieses Jahres aufgrund verstärkter Waffengewalt in diesem Reservat von ihrem Land vertrieben. Sie hoffen auf die Unterstützung der Regierung in Form einer Friedensgarantie, so dass sie in ihr zuhause zurückkehren können.

Das Reservat namens Pichimá Quebrada an der westlichen Seite Kolumbiens am San Juan Fluss ist seit hunderten von Jahren das Zuhause der Wounaan. Aus geostrategischen Gründen ist dieses jedoch unter der Kontrolle von illegal bewaffneten Gruppierungen. Im Juni 2019 nahm die Waffengewalt so stark zu, dass die Gemeinschaft erneut ihr Territorium verlassen und in die Stadt Santa Genoveva de Docordó ausweichen musste. Bereits im Jahr 2016 kam es zu einer Vertreibung aufgrund eines Konfliktes zwischen illegal bewaffneten Gruppierungen. Die Wounaan kehrten damals ohne Sicherheitsgarantie auf ihr Land zurück. "Diesmal wollen wir nicht ohne Garantie zurückkehren", so ein Wounaan. Die indigene Gruppe leidet stark unter den Vertreibungen. Ihr Territorium ist reich an natürlichen Ressourcen und sie sind aufgrund ihrer Lebensweise und Kultur stark an das Gebiet gebunden. Aufgrund der Vertreibung mangelt es ihnen zudem an gesundheitlicher und schulischer Versorgung.  

Die Aufklärungsmission

Nach der gewaltsamen Vertreibung diesen Juni begleitete PBI gemeinsam mit der CIJP die Wounaan Anfangs August auf einer Aufklärungsmission in ihr Reservat. Diese sollte die Situation vor Ort dokumentieren und die vertriebenen Personen auf ihrem Weg zurück in die Heimat begleiten. “Wieso passiert so etwas weiterhin, trotz des Friedensabkommens? Wir wollen, dass die Politiker und Senatoren das sehen", so ein begleiteter Wounaan. Die Wounaan hoffen auf Unterstützung der Regierung, welche Frieden, Sicherheit und Gesundheit garantieren soll. Missionen wie diese werfen Licht auf die andauernden Konflikte im Reservat und unterstützen die Friedensbemühungen der zivilen Bevölkerung. 

PBI begleitet die Ökumenische Kommission für Gerechtigkeit und Frieden seit Jahrzehnten. Letztere berät und begleitet die Wounaan seit 2014. Die Zusammenarbeit mit PBI beschreibt der Anwalt Manuel Garzón von CIJP folgendermassen: “Solange wir leben, müssen wir kämpfen; aber nicht aus Hass, sondern aus Liebe und Affekt. Ihr seid unsere Verbündeten, die aus Solidarität von weit herreisen. Das gibt uns Schutz".

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