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Kolumbien: Botschaften besuchen humanitäre Zone von Jiguamiandó

Mission Bajo Atrato
zp

PBI begleitete im Juni eine Mission europäischer Botschaften in die humanitäre Zone von Jiguamiandó im Nordwesten Kolumbiens. Die Mission hatte die Begegnung mit Opfern des bewaffneten Konflikts in der Region zum Ziel. Die Betroffenen berichteten von einer massiven Verschlechterung der Sicherheitslage und den Auswirkungen des Konflikts auf ihr tägliches Leben. 

An der Mission in der Region Bajo Atrato im Nordwesten Kolumbiens nahmen die Botschaften von Grossbritannien, Irland, Holland, Dänemark und Norwegen teil. Die VertreterInnen der Botschaften drückten im Dialog mit den Betroffenen ihre Besorgnis angesichts der problematischen Sicherheitslage in der Region aus. Die Situation sei ein Warnsignal in Anbetracht der mangelnden Umsetzung des Friedensvertrags durch die Regierung.

Seit Februar dieses Jahres werden die Gemeinden der Region Bajo Atrato aufgrund von Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppierungen in der Region bedroht. Die Situation erschwert den Kleinbauern-Gemeinschaften den Zugang zu ihrer Ernte und zur Gesundheitsinfrastruktur massiv. Der Region droht eine humanitäre Krise. Ein Mitglied der Gemeinschaft Nueva Vida berichtete von sexuellen Missbräuchen gegen Frauen durch Mitglieder illegaler bewaffneter Gruppen. Eine Strategie dieser Gruppen sei, Mädchen aus den Gemeinschaften zu verführen, um Zugang zu Informationen zu bekommen und Kontrolle auf die Gemeinschaften auszuüben.

Die Mission wurde von der Menschenrechtsorganisation Comisión Intereclesial de Justicia y Paz (CIJP) in Zusammenarbeit mit VertreterInnen aus den Gemeinden organisiert. Die Organisation unterstützt Gemeinschaften in von dem bewaffneten Konflikt betroffenen Gebieten dabei, ihre Rechte geltend zu machen. In den vergangenen Wochen waren auch Mitglieder der CIJP vermehrt Angriffen, Bedrohungen und ungerechtfertigten Anschuldigungen ausgesetzt.

PBI begleitet die CIJP seit 1994 und fordert von der Regierung, dass die Angriffe gegen Mitglieder der CIJP untersucht und Massnahmen gegen die Bedrohung durch illegale bewaffnete Gruppen ergriffen werden.

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