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Guatemala: Menschenrechtsverteidiger in Izabal von Anschuldigung freigesprochen

Guatemala: Menschenrechtsaktivist in Izabal von Anschuldigung freigesprochen
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Der Menschenrechtsverteidiger Eduardo Bin Poou wurde am 3. Mai 2019 von der Anschuldigung der widerrechtlichen Aneignung von Land innerhalb eines Naturschutzgebiets freigesprochen. Er und weitere Mitglieder der Fischergemeinschaften in El Estor bleiben jedoch weiterhin in Gefangenschaft. 

Bin Poou wurde im Juni 2018 verhaftet und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Der Aktivist setzt sich für die Rechte der Q’eqchi Fischergemeinschaften von El Estor im Departement Izabal ein. Die indigenen Gemeinschaften werden durch die Machenschaften einer Nickelfirma in der Gegend ihrer Lebensgrundlage beraubt, da der Abbau des Metalls die Gewässer verschmutzt. Ausserdem kommt es in der Region aufgrund der wirtschaftlichen Interessen immer wieder zu gewaltsamen Vertreibungen von Fischerfamilien. PBI begleitet Bin Poous Anwälte Francisco Vivar und Santiago Choc von der Kanzlei für Menschenrechte (Bufete jurídico de derechos humanos de Guatemala).

Die Beschwerdeführerin, die Stiftung für eine ökologische Entwicklung und Naturerhaltung FundaEco, zog ihre Beschwerde mit der Begründung zurück, dass sie "gegen die Kriminalisierung von Aktivisten" sei. Die Stiftung hatte Bin Poou beschuldigt, die Gemeinschaft Agua Caliente in Livingston, Izabal, dazu angestiftet zu haben, sich widerrechtlich Land in einem Naturschutzgebiet angeeignet zu haben. Bin Poou muss jedoch weiterhin im Gefängnis bleiben. Er und vier weitere Mitglieder der Fischergemeinschaften werden von der Staatsanwaltschaft und der guatemaltekischen Minenfirma PRONICO, Tochtergesellschaft der russischen Firma Solway mit Sitz in der Schweiz, wegen Bedrohung, Anstiftung für Straftaten, der Anrichtung von Sachschäden sowie wegen krimineller Vereinigung angeklagt.

Der Freispruch geschah eine Woche nach der Freilassung des Aktivisten Abelino Chub Caal: