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Guatemala: Bewaffneter Angriff auf Staatsanwältin für Menschenrechte

Guatemala: Bewaffneter Angriff auf Staatsanwältin für Menschenrechte

Mehrere Motorradfahrer gaben am 15. Februar 2018 Schüsse auf ein Auto ab, in dem die Staatsanwältin Sonia Elizabeth Montes Valenzuela und ihr Fahrer Nestor Valdez Antonio sassen. Beide blieben unverletzt.

Montes leitet innerhalb der guatemaltekischen Staatsanwaltschaft die Einheit für Menschenrechte. Zu Montes Fällen gehören unter anderem die Prozesse gegen den Ex-Diktator Efraín Ríos Montt und den ehemaligen Geheimdienstchef José Mauricio Rodríguey Sánchez wegen des Völkermords an den Maya-Ixil zwischen 1981 und 1983, die Untersuchungen im Fall der Entdeckung von menschlichen Überresten von 565 verschwundenen Personen in der Militärzone von Alta Verapaz, sowie das gewaltsame Verschwindenlassen des 14-Jährigen Marco Antonio Molina Theissen im Jahr 1981. PBI beobachtet diese drei Fälle aufmerksam und begleitet AnwältInnen, die an den Strafprozessen beteiligt sind.

Staatsanwaltschaft lässt sich durch Attentat nicht bremsen

Der Angriff auf Montes wird als Versuch gewertet, die Staatsanwaltschaft zum Schweigen zu bringen. Thelma Aldana, die Generalstaatsanwältin, verurteilte in einer Stellungnahme das Attentat und wertet dieses als Angriff auf die gesamte Institution. Aldana erklärte, dass keine Mühen gescheut werden, um die Verantwortlichen zu finden. Ebenso bekräftigt sie, dass die Untersuchungen ihrer Behörden durch „diese verabscheuungswürdige Tat  nicht gebremst würden, sondern dass im Gegenteil die Ermittlungen und Strafprozesse gegen kriminelle Netze im Land verstärkt würden.“

Es ist bereits der zweite Angriff auf das guatemaltekische Justizsystem innerhalb kurzer Zeit. Bereits am 26. Januar wurde der ehemalige Richter am Obersten Gerichtshof, José Arturo Sierra, ermordet.