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Markus Bettler

Kolumbien, Januar 2005 - Januar 2006
Markus Bettler

Sozialpädagoge

Nach der Rückkehr

Nach einem lehr- und abwechslungsreichen Jahr in Kolumbien fällt mir der Abschied nicht leicht. Unvergessen bleiben mir die Reisen in Konfliktgebiete und die Erzählungen der von uns begleiteten MenschenrechtverteidigerInnen. Trotz Bedrohungen führen sie ihre Arbeit weiter, sind stolz auf ihr Land, und die meisten möchten Kolumbien auch nicht verlassen. Auch ein Teil meines Herzens bleibt in Kolumbien, und meine Rückkehr ist gewiss.


Vor der Abreise

Seit ich vor einem Jahr meine Ausbildung zum Sozialarbeiter/Sozialpädagogen abgeschlossen habe, bin ich daran, mich auf meinen Kolumbien-Einsatz vorzubereiten. Nach intensivem Studium der Sprache und der Hintergründe des kolumbianischen Konflikts ist es endlich soweit: Ich kann für ein Jahr ins Team Urabá, wie ich mir das gewünscht hatte. Vor 12 Jahren war ich schon einmal in Kolumbien und freue mich nun auf ein Wiedersehen. An der Arbeit von PBI gefällt mir vor allem, dass wir keine Entwicklungshilfe im engeren Sinn leisten, sondern durch unsere Schutzbegleitung Raum schaffen, damit KolumbianerInnen selber ihr Land und ihre Gesellschaft voranbringen können. Ich freue mich darauf, diese mutigen VerteidigerInnen der Menschenrechte kennen zu lernen. Als grosse Herausforderung sehe ich einerseits die psychische Belastung an einem so konfliktreichen Ort und andererseits die Konsensfindung im Team und das enge Zusammenleben.

 

Rundbrief aus Bogotà, Kolumbien, Juli 2005
Rundbrief aus Bogotà, Kolumbien, Juli 2005
Rundbrief aus Bogotà, Kolumbien, Januar 2005
Rundbrief aus Bogotà, Kolumbien, Januar 2005
Rundbrief aus Bogotà, Kolumbien, Dezember 2005
Rundbrief aus Bogotà, Kolumbien, Dezember 2005
Ein Jahr lang für den Frieden in Kolumbien
Ein Jahr lang für den Frieden in Kolumbien
12 Monate lang war Markus Bettler für Peace Brigades International in Kolumbien. Er lebte in zwei Friedensdörfern und in der Hauptstadt Bogotá und begleitete vom Bürgerkrieg gefährdete Personen.
Präsenz ist die beste Waffe
Präsenz ist die beste Waffe
Ein Jahr lang hat Markus Bettler in Kolumbien gefährdete Menschen beschützt. Ohne Waffen, wie der ehemalige Rheinauer betont. «Allein schon die Präsenz hilft im Konfliktgebiet.» RHEINAU – Vor zwei Wochen ist Markus Bettler aus Kolumbien zurückgekehrt. Noch ist er dran, wirklich heimzukommen. «Der Kulturschock ist bei der Rückkehr grösser.» Vor der Hinreise habe man ja Bücher gelesen, die Spanischkenntnisse aufgefrischt und sei einfach bereit. Vor seiner Abreise sagte er denn auch («Landbote» vom 9. Oktober 2004): «Vom Gefühl her bin ich seit Monaten in Kolumbien.»
Physische, aber auch politische Begleitung
Physische, aber auch politische Begleitung
Seit zehn Monaten leistet Markus Bettler aus Hinwil in Kolumbien einen freiwilligen Einsatz. Sein Leben und seine Arbeit wechseln ständig zwischen Routine und Ausserordentlichem.