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Honduras: ACI PARTICIPA verurteilt Gewalt an Familienmitgliedern der Aktivistin Hedme Castro

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Zoe Pauli

Polizisten warfen letzten Samstag, den 6. April, Tränengasbomben gegen mehrere Familienmitglieder der Menschenrechtsverteidigerin Hedme Castro. Unter den Opfern befand sich ihre 90-jährige Mutter, welche an gesundheitlichen Problemen leidet.

Wie die ‘Vereinigung für eine partizipative Bürgerschaft’ (ACI PARTICIPA) in einer Pressemitteilung berichtet, warfen Mitglieder der Nationalen Polizei am 6. April 2019 ohne ersichtlichen Grund eine Tränengasbombe im Viertel La Libertad in der Stadt Choluteca im Süden Honduras ab. Das Tränengas wurde genau in Reichweite von Julia Vargas geworfen, einer 90-jährigen Frau mit eingeschränkter Mobilität, welche überdies an gesundheitlichen Beschwerden leidet. Julia Vargas ist die Mutter von Hedme Castro, Menschenrechtsaktivistin und Koordinatorin von ACI PARTICIPA. Hedme Castro war im März 2018 anlässlich der 37. Sitzung des UN- Menschenrechtsrats in Genf zu Besuch.

Zeitgleich warfen Mitglieder der Polizei von Choluteca weitere Tränengasbomben in die Räumlichkeiten des Fernsehsenders Metro TV, für welchen die Journalistin Elizabeth de López, eine weitere Tochter Julia Vargas, arbeitet. Die Polizei warf am gleichen Tag zudem willkürlich Gasbomben auf ein Softballfeld, auf welchem sich Kinder, alte Menschen und schwangere Frauen befanden.

In ihrer Pressemitteilung verurteilt ACI PARTICIPA diese polizeiliche Aktionen aufs Schärfste. Die Organisation vermutet, dass letztere als Vergeltungs- und Abschreckungsmassnahmen gegen Hedme Castro und ACI PARTICIPA gedacht sind. ACI PARTICIPA untersucht, dokumentiert und prangert Menschenrechtsverletzungen der Polizei an der Bevölkerung an, welche gegen die Regierung von Präsident Juan Orlando Hernández demonstriert.  

ACI PARTICIPA ruft die Vereinten Nationen zum Handeln auf, damit der illegale und ungerechtfertigte Gebrauch von Tränengas durch die Polizei von der honduranischen Staatsanwaltschaft untersucht wird.

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