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Der Kampf um den Wald im Mount Kenya Nationalpark

Der Kampf um den Wald im Mount Kenya Nationalpark
lmc

PBI begleitet in Kenia die Organisation Atiriri Bururi ma Chuka, welche seit Jahrzehnten für die Land- und Umweltrechte der indigenen Chuka im Mount Kenya Nationalpark kämpft.

In der Mount Kenya Region, im Herzen von Kenia, kämpft die Atiriri Bururi ma Chuka (Keepers of Chuka Community Land) Trust Community Group - auch ABC Trust genannt - mit mehr als 3000 Mitgliedern seit den 1960er Jahren für die Land- und Umweltrechte der indigenen Bevölkerung. Im Zentrum des Konflikts steht der Zugang zum Wald, der teilweise zum Mount Kenya Nationalpark gehört. Die Mitglieder der Organisation wehren sich gegen die Zerstörung des Waldes, der für sie auch eine wichtige spirituelle Bedeutung hat, und prangern den illegalen Holzschlag durch Firmen wie Kamweru Farm an.

Neun Millionen Bäume "gerettet"

Nachdem ABC Trusts Verhandlungen bezüglich Landrechten mit der kenianischen Regierung im Nichts verliefen, kontaktierten sie 2001 erstmals die Menschenrechtsanwältin Wendy Mutegi. Im Juni 2014 wurde dank ihrer rechtlichen Beratung vom Gericht beschlossen, dass mehrere Lizenzen von Holzfällerfirmen zurückgezogen werden. Wendy Mutegi schätzt, dass ohne diesen Beschluss ungefähr neun Millionen Bäume gefällt worden wären. Durch diesen Erfolg bekam der Fall der ABC Trust viel Aufmerksamkeit, was auch die Sicherheitslage der Mitglieder negativ beeinflusste.

Internationale Präsenz bei Gerichtsverhandlungen

Am 8. Januar 2016 wurden 19 Mitglieder der ABC Trust verhaftet, mit der Begründung sie hätten sich ohne Lizenz im Wald aufgehalten und illegalerweise ein Zelt aufgeschlagen. Daraufhin wurde PBI von der ABC Trust für Schutzbegleitungen angefragt und begleitet die Organisation seit Juli 2016. PBI beobachtet regelmässig die Gerichtsverhandlungen, welche bis heute andauern, und unterstützt die Organisation mit Workshops zum Thema Risikoeinschätzung, um so ihren Schutz zu erhöhen.

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