Menschenrechte - Fokus: Der Erde eine Stimme geben

Umwelt schützen heisst Menschenrechte schützen

In den vergangenen Jahren hat PBI vermehrt Anfragen von Umweltschützern erhalten, die aufgrund ihrer Tätigkeiten Repressionen, Gewalt und Drohungen ausgesetzt  waren. Dies führte PBI zu der Erkenntnis, dass Umweltschutz und Menschenrechte Hand in Hand gehen - Umweltzerstörung ist oft untrennbar mit der Missachtung von Menschenrechten verbunden. Deshalb hat die UNO UmweltlobbyistInnen mit MenschenrechtsverteidigerInnen gleichgesetzt. PBI ihrerseits hat die Definition environmental human right defender oder environmental defender (Umweltrechtsverteidiger) für die Bezeichnung dieser Personen übernommen. Denn oft ist die Umweltzerstörung dort am grössten, wo Menschenrechtsverletzungen weit verbreitet sind.

"Ein Weg zu Wohlstand, der die Umwelt verwüstet und die Mehrheit der Menschheit in Elend zurück lässt, wird sich für uns alle bald als Sackgasse entpuppen."
Ehemaliger UNO-Generalsekretär Kofi Annan

Umweltschutz - eine globale Herausforderung

Auch Europa ist betroffen von den Ereignissen in unseren Projektländern. Die  Wälder von Mexiko und Indonesien mögen geografisch weit entfernt sein, für die Nachhaltigkeit von unser aller Lebensraum sind sie jedoch von grosser Wichtigkeit. Darum tragen wir auch in der Schweiz eine Verantwortung für Menschen, die sich auf der anderen Seite der Welt für die Umwelt einsetzen.

Bedrohte Biodiversität

Klimatische Veränderungen, hervorgerufen durch das Verbrennen fossiler Treib- und Brennstoffe, die Abholzung wie auch die Verschmutzung der Gewässer sind die dringendsten Umweltprobleme der heutigen Welt. Die Biodiversität, auf die wir alle angewiesen sind, geht in alarmierender Geschwindigkeit verloren und wird durch den Klimawandel weiter bedroht. Wichtige Bioregionen - die grössten Wälder der Erde und die Weltmeere - sind ernsthaft in Gefahr. Durch Raubbau werden die Rechte der indigenen Bevölkerung, die über Hunderte von Jahren im Gleichgewicht mit ihrer Umwelt gelebt hat und der Natur eine besondere Bedeutung beimisst, systematisch untergraben.

Trotz ihrer unschätzbar wichtigen Arbeit, werden die Aktivitäten der environmental human rights defenders in der Öffentlichkeit wenig anerkannt. Viele der UmweltaktivistInnen stossen aufgrund ihrer Arbeit - die oftmals den wirtschaftlichen Interessen zuwiderläuft - auf offene Feindseligkeit, manchen wird mit dem Tod gedroht. Mit der zunehmenden Verknappung der Ressourcen und dem wachsenden Einfluss des transnationalen Handels, stehen UmweltschützerInnen zunehmend im Visier der Global Player.

Verknüpfung von Umweltschutz und Menschenrechten

Will man die Umwelt auf lokaler und globaler Ebene nachhaltig schützen, ist es unumgänglich, den Leuten, welche diese Arbeit ausführen, Raum zu geben, damit sie ihre Aufgabe wahrnehmen können. Um der Umweltzerstörung entgegen zu halten, müssen die Rechte der UmweltschützerInnen gewährleistet werden. Das Recht auf Versammlung, Zugang zu Information, Redefreiheit und weitere Grundrechte sind entscheidend für den Erfolg und die Dauerhaftigkeit ihrer Arbeit. Die internationale Präsenz von PBI schafft diesen Raum für gewaltfreie Konfliktlösungen und eröffnet den UmweltschützerInnen somit Handlungsspielräume.

Mehr zum Palmölanbau

"Wir glauben, dass die grösste Herausforderung im Bereich Menschenrechte und Umwelt in der nächsten Dekade darin liegen wird, die Umweltschützer zu schützen und weltweit für das Recht derjenigen zu kämpfen, die ihr Leben aufs Spiel setzen indem sie sich für unseren Planeten einsetzen." Bericht des Sierra Club und Amnesty International "Defending those who give a voice to the earth" 2000


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Spendenaktion 30 Jahre Schutzbegleitung

«Bei unserer Arbeit geht es nicht um die grossen Dinge, die unerreichbar und ganz weit weg sind. Sondern um die Würde des Menschen und seine Rechte.»

Marie Becher, Koordinatorin PBI-Spanien

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