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Hintergrund in Kolumbien

Kolumbien leidet seit mehr als einem halben Jahrhundert unter einem internen bewaffneten Konflikt zwischen Guerillagruppen (FARC, ELN, EPL), Paramilitärs (AUC) und regulären Streitkräften. Seit 1984 hat der kolumbianische Konflikt über sechs Millionen Opfer gefordert. Vertreibungen, Morde, gewaltsames Verschwinden, Bedrohungen und sexuelle Gewalt gehören zu den häufigsten Übergriffen.

2016 unterzeichneten die Regierung und die FARC ein Friedensabkommen. Nach der anfänglichen Euphorie wurde schnell klar, dass die Umsetzung der Friedensverträge vor grossen Herausforderungen stehen würde. Verschiedene bewaffnete Gruppierungen begannen sich in Einflussgebieten der FARC zu positionieren, um diese nach deren Abzug zu übernehmen. Der anhaltende Kampf um den Einfluss in diesen Gebieten führt auch nach der Vertragsunterzeichnung zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen bewaffneten Gruppen und staatlichen Sicherheitskräften. Die Zivilbevölkerung gerät dabei immer wieder zwischen die Fronten.

Die Friedensverhandlungen mit der zweitgrössten Guerillagruppe, ELN, begannen erst 2017. PBI begleitet Menschenrechtsorganisationen, Friedensgemeinden und Individuen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit in ihrem Land einsetzen.

PBI in Kolumbien

PBI begleitet seit 1994 Menschenrechtsorganisationen, Friedensgemeinden und Individuen in vier Regionen Kolumbiens. Durch die Schutzbegleitungen erweitert PBI den Handlungsspielraum der Mitglieder der kolumbianischen Zivilgesellschaft, welche immer wieder zwischen die Fronten der bewaffneten Akteure geraten.

Das Projekt im Überblick

Arbeitsschwerpunkte

  • Straflosigkeit
  • Basisbewegungen für die Menschenrechte und Friedensinitiativen von unten
  • Menschenrechtsverletzungen als Folge der Umsetzung von wirtschaftlichen Interessen

Peace Brigades International
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