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Hintergrund in Kolumbien

Kolumbien leidet seit mehr als einem halben Jahrhundert unter einem internen bewaffneten Konflikt zwischen Guerillagruppen (FARC, ELN, EPL), Paramilitärs (AUC) und regulären Streitkräften. Seit 1984 hat der kolumbianische Konflikt über sechs Millionen Opfer gefordert. Vertreibungen, Morde, gewaltsames Verschwinden, Bedrohungen und sexuelle Gewalt gehören zu den häufigsten Übergriffen.

2012 starteten die Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und den FARC. Die Zivilbevölkerung geriet immer wieder zwischen die Fronten der involvierten Parteien und litt unter gravierenden Menschenrechtsverletzungen. 2016 unterzeichneten die Regierung und die FARC ein Friedensabkommen. Nach der anfänglichen Euphorie wurde schnell klar, dass die Umsetzung der Friedensverträge vor grossen Herausforderungen stehen würde. Verschiedene bewaffnete Gruppierungen begannen sich in Einflussgebieten der FARC zu positionieren, um diese im Falle eines Abzuges der FARC zu übernehmen. Der anhaltende Kampf um den Einfluss in diesen Gebieten führt auch nach der Vertragsunterzeichnung zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen bewaffneten Gruppen und staatlichen Sicherheitskräften. PBI begleitet Menschenrechtsorganisationen, Friedensgemeinden und Individuen, die sich mit friedlichen Mitteln für den Erhalt ihres Landes einsetzen.

PBI in Kolumbien

PBI begleitet seit 1994 Menschenrechtsorganisationen, Friedensgemeinden und Individuen in vier Regionen Kolumbiens. Durch die Schutzbegleitungen erweitert PBI den Handlungsspielraum der Mitglieder der kolumbianischen Zivilgesellschaft, welche immer wieder zwischen die Fronten der bewaffneten Akteure geraten.

Das Projekt im Überblick

Arbeitsschwerpunkte

  • Straflosigkeit
  • Basisbewegungen für die Menschenrechte und Friedensinitiativen von unten
  • Menschenrechtsverletzungen als Folge der Umsetzung von wirtschaftlichen Interessen

Peace Brigades International
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