30.03.2011
Der Gründer und Vorsitzende des mexikanischen Menschenrechtszentrums Tlachinollan, Abel Barrera, erhält in diesem Jahr den 6. Menschenrechtspreis der deutschen Sektion von Amnesty International. Der Preis wird am 27. Mai 2011 bei einem Festakt in Berlin verliehen.
Barrera und die Tlachinollan-Mitarbeiter setzen sich seit 1994 unermüdlich und unter hohem persönlichen Risiko für die Rechte der indigenen Bevölkerung im Bundesstaat Guerrero ein. Tlachinollan recherchiert Fälle von ‚Verschwindenlassen' und von Übergriffen durch das Militär. Mehrere Fälle von Vergewaltigung und Misshandlung durch Soldaten haben die Anwälte des Zentrums bereits bis vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht. Dank der strategischen Arbeit wirkt Tlachinollan über Guerrero hinaus und trägt zur Stärkung der Menschenrechte in ganz Mexiko bei.
Abel Barrera besuchte vom 29. bis 31. März 2011 die Schweiz um sein internationales Netzwerk zu stärken. PBI-Schweiz hat ihn bei verschiedenen wichtigen Treffen begleitet und unterstützt. So hat Abel Barrera zu Beispiel das Hochkommissariat für Menschenrechte besucht, eine weltweite Organisation gegen Folter ebenso wie das Departement des Äusseren EDA. In Zusammenarbeit mit Amnesty International Schweiz und Propaz hat PBI-Schweiz zwei öffentliche Veranstaltungen zur Situation der Menschenrechte in Mexiko organisiert, wo Abel Barrera als Gastredner auftrat.
Zum Artikel über Abel Barrera, erschienen am 7. April auf swissinfo.
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