Schwelende Konflikte
1998 ging die 35-jährige Militärdiktatur unter Präsident Suharto zu Ende. Die danach einsetzenden Reformen gerieten jedoch durch die grassierende Korruption und die Dominanz der Armee ins Stocken. Besonders auf den peripheren Inseln brechen schwelende Konflikte immer wieder aus. Der Kampf um regionale Selbstbestimmung oder Unabhängigkeit wird von der indonesischen Regierung mit militärischen Mitteln bekämpft.
Menschenrechtsverletzungen weit verbreitet
Menschenrechtsverletzungen sind vor allem in Papua und Kalimantan mit dem Abbau natürlicher Ressourcen verbunden. Nach Angaben der Asiatischen Kommission für Menschenrechte (AHRC) ist die Anwendung von Folter verbreitet, obwohl Indonesien vor einigen Jahren die Konvention gegen Folter unterzeichnet hat.
Wahlen von Gewalt begleitet
Bei den Präsidentschaftswahlen vom 8. Juli 2009 wurde Präsident Yudhoyono von der liberalkonservativen Demokratischen Partei (PD) in seinem Amt bestätigt. Vor allem die Parlamentswahlen im April 2009 wurden in Papua von Wellen der Gewalt begleitet. Mehrere Personen kamen dabei ums Leben.
Ausweitung der Palmölproduktion
Als weltweit grösster Palmölproduzent treibt Indonesien die Ausbeutung dieser natürlichen Ressource weiter voran. Für ungefähr 60 bis 90 Millionen Menschen sind die Wälder und der Boden, auf dem sie ihr Saatgut pflanzen, die Lebensgrundlage. Obwohl gewisse Gebiete unter Schutz gestellt sind, plant die Regierung die Anbauflächen um weitere 20 Millionen Hektaren zu vergrössern. Die Folgen sind bekannt: Vertreibungen, Zwangsumsiedlungen und Verletzungen der Menschenrechte.
04.02.2012
Info-Nachmittag PBI/PWS in Zürich
07.02.2012
Treffen der Regionalgruppe Luzern
Bischof Medardo Gómez