16.01.2012
Im Jahr 2002 vergewaltigten mexikanische Soldaten Valentina Rosendo Cantú und Inés Fernandez Ortega, welche zur Me’phaa Gemeinde im Bundesstaat Guerrero gehören. Etwa ein Jahrzehnt später befinden sich die Täter immer noch auf freiem Fuss.
Dank ihrem Mut und ihrer Willenskraft, und mit der Unterstützung des Zentrums Tlachinollan für Menschenrechte, konnten die beiden Frauen im mexikanischen Justizsystem etwas bewirken.
Der Fall von Valentina und Inés wurde 2010 an den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte (IACHR) gebracht, welcher am 1. Oktober die mexikanischen Soldaten für schuldig befunden hatte. Daraufhin wurde der mexikanische Staat einerseits dazu aufgefordert ein Urteil zu fällen, andererseits den Fall einem zivilen Strafgericht zu überlassen (News, 01/06/2011).
Dies stellt einen bedeutenden Sieg dar. Er führte dazu, dass der Oberste Gerichtshof von Mexiko im Juli 2011 beschloss, diejenigen Fälle, die die Missachtung der Menschenrechte durch Soldaten gegenüber Zivilisten behandeln, zukünftig vor ein ziviles Strafgericht gestellt werden sollen (News, 20.07.2011).
Der mexikanische Staat hat nun am 15. Dezember 2011, in Form einer offiziellen Zeremonie, seine Verantwortung an der Vergewaltigung von Valentina Rosendo Cantú anerkannt. Inés Fernandez Ortega soll später noch eine eigene Zeremonie erhalten. Valentina Rosendo Cantú hatte während der Veranstaltung bei ihrer Rede darauf hingewiesen, dass die Soldaten, die sie und Inés Fernández angegriffen hatten, noch immer auf freiem Fuss seien. Sie hoffe, dass ihr Kampf auch andere Frauen ermutigen würde, für ihre Rechte einzutreten. Sie selbst sei von ihrer Gemeinde abgelehnt, von ihrem Mann verlassen worden und sei dem Spott und den Beleidigungen von Regierungsbeamten ausgeliefert gewesen. «Ich kämpfe weiter», erklärte sie. «Ich mache weiter, meinen Kopf hoch erhoben, mit der Würde einer indigenen Frau. Ich bin stolz darauf, wer ich bin.»
06.03.2012
Treffen der Regionalgruppe Luzern
17.03.2012 - 18.03.2012
Training Schweiz - der erste Schritt ins PBI-Team
Margaret Sekaggya, UNO-Sonderberichterstatterin für Menschenrechts-VerteidigerInnen